Spamtraps identifizieren und loswerden.

Wer als Newsletterversender nicht aufpasst, fängt sich schnell sogenannte Spamtraps („Spamfallen“) ein – und riskiert so Zustellprobleme für den gesamten Verteiler.
Spamtraps sind E-Mail-Adressen, die keiner realen Person zugeordnet sind, sondern von Blacklistbetreibern in den Umlauf gebracht werden, um Spamversender ausfindig zu machen.

Wie funktionieren Spamtraps?

Die Blacklistbetreiber wissen, dass keine seriösen E-Mails an eine Spamtrap-Adresse gerichtet sein dürften. Im Umkehrschluss bedeutet das: Versender gelten als Spammer. Und dann wird der entsprechende Versandserver bzw. die zugehörige IP-Nummer für ein paar Tage oder Wochen in eine schwarze Liste eingetragen, welche Spamfilter als wichtige Infoquelle dient.

Wie gelangen Spamtraps in den eigenen Verteiler?

Der häufigste Grund für die „Verseuchung“ des eigenen Adressverteilers ist der Ankauf von E-Mail-Adressen, welche auf unseriöse Weise generiert wurden. Es ist aber auch möglich, dass der Versender seine Kontaktdatenbank über viele Jahre generisch aufgebaut hat, dabei aber eine ausreichende Listenhygiene vermied. Inaktive Uralt-Adressen können nämlich durchaus eines Tages zu einer Spamtrap werden.

Woran erkenne ich, ob ich selbst von Spamtraps befallen bin?

Behalten Sie stets die Logdateien Ihrer Mailserver im Auge! Selbst dann, wenn Ihre Klicks- und Öffnungsraten gut aussehen. Auffällig sind z.B. solche Rückmeldungen des Empfängerservers: blacklisted at […]

Wie werde ich Spamtraps wieder los?

Das Identifizieren von Spamtraps ist leider alles andere als einfach, denn die Adressen sehen völlig normal aus. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Erstellen Sie eine spezielle Liste, in der alle potentiellen Spamtraps enthalten sind. Definitiv gültige, bekannte oder aktive Kontakte lassen Sie außen vor!
  2. Splitten Sie die neue Liste in Unterlisten!
  3. Führen Sie für jede Unterliste einen Versand durch und prüfen zeitgleich, ob es einen Spamtrap-Einschlag gab. Nutzen Sie hierfür aber eine separate Maschine mit einer dedizierten IP-Nummer!
  4. Wiederholen Sie Schritt 2 und 3, um Spamtraps weiter einzugrenzen!
  5. Löschen Sie auffällige Adressen!

Wie verhindere ich, dass Spamtraps in den eigenen Adressverteiler gelangen?

Sie als Versender können dieses Dilemma nicht gänzlich auflösen. Aber es gibt ein paar sinnvolle Maßnahmen, um die Aufnahme von Spamtraps auf ein Minimum zu reduzieren:

  1. Zum einen sollten Sie ausschließlich auf das Double-Opt-in-Verfahren setzen, um Adressen zu generieren. Ggf. macht es dabei Sinn, die Opt-in-E-Mail über einen speziellen Mailserver zu versenden. Denn böse Menschen könnten sich rein theoretisch explizit mit einer Spamtrap-E-Mail anmelden.
  2. Darüber hinaus sollten Sie Hard Bounces regelmäßig löschen und zusätzlich vielleicht in Ihre interne Ausschlussliste eintragen.
  3. Reaktivieren Sie hin und wieder Kontakte, von denen Sie länger nichts gehört haben. Dazu können Sie diese z.B. auffordern, ihr Opt-in per Klick auf einen Link explizit zu verlängern.

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