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Blogartikel mit Struktur: Aufmerksamkeit durch Lesefreundlichkeit

Ein Leser entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er einem Artikel eine Chance gibt oder nicht!

Betrachten wir zunächst unser eigenes Leseverhalten. Ob bei Facebook, in Newslettern oder Blogs, wir überfliegen täglich diverse Artikel im Web. Sich in der Textwüste zurecht zu finden ist da manchmal gar nicht so einfach. Mal eben einen Artikel lesen, nebenbei das Handy nicht aus dem Blick lassen oder auf die nächste Bahnstation achten. Selten sind wir zu 100% konzentriert.

Aufmerksamkeit stellt eins der wichtigsten Güter der Digitalen Welt dar. Während unsere durchschnittliche Aufmerksamkeitsdauer laut Microsoft im Jahr 2000 noch bei zwölf Sekunden lag, sind es heute gerade einmal acht Sekunden. Funfact: Ein Goldfisch hingegen hat eine Aufmerksamkeitsspanne von neun Sekunden.

In der Informationsgesellschaft in der wir uns heute befinden, wollen User also schnellstmöglich an die gesuchten Informationen gelangen (am besten innerhalb der ersten acht Sekunden). Während man einem Buch die Möglichkeit gibt auf den nächsten Seiten noch spannend zu werden, ist unser Leseverhalten im Internet von Hektik und Ablenkung geprägt. Wir überfliegen Seiten, lesen den ersten Absatz und springen dann zur Textstelle die uns wirklich interessiert.

Sie haben vielleicht bereits einen eigenen Blog, der mit Inhalten gefüllt ist, aber die Leser bleiben aus? Achten sie auf eine ordentliche Strukturierung. Oftmals ist nicht der Inhalt entscheiden, sondern die Verpackung, die nach Aufmerksamkeit schreit.
Tipps, wie sie das Augenmerk länger als acht Sekunden auf ihren Artikel richten erfahren sie hier:

Die Überschrift ist entscheidend

Kurz! Direkt! Auf den Punkt gebracht! Ob in den Suchergebnissen, als Link von Google, in RSS Feeds oder auf sozialen Plattformen, die Blog Post Headline ist das Erste und manchmal Einzige was der Leser vom Blogartikel liest. Erschlagen von Werbung und Banner, muss an dieser Stelle die Aufmerksamkeit des Besuchers eingefangen und zum Klicken animiert werden.
Mit dem richtigen Titel geben sie dem potenziellen Leser ein Versprechen. Welchen Mehrwert bekommt er, wenn er ihren Artikel liest? Welches Problem wird gelöst?
Zwar sollte das Haupt-Keyword (am besten an erster Stelle) in der Überschrift (H1) enthalten sein, es hat aber kaum Auswirkungen, ein besseres Ranking zu erzielen.
Achtung: Der Titel ist nicht zu verwechseln mit dem Meta-Title! Die Meta-Beschreibung ist eine Angabe im HTML-Code. Es ist der Text, der in der Suchmaschine unter dem direkten Link angezeigt wird und auf dem Blog selber nicht zu sehen ist. Das Title-Element einer Webseite hingegen gilt als ein starker Faktor, der von Google zur Berechnung des Rankings in den SERPs (Search Engine Result Page) herangezogen wird.

Eine Einleitung als „Türöffner“

Aller Anfang ist schwer… Alle Elemente ihres Blogbeitrags haben ein Ziel: Der erste Satz muss gelesen werden! Nur so können sie den Leser mit ihrer Story abholen. Der Einleitungssatz dient als verlängerter Arm des Titels und muss den User zum Weiterlesen animieren. Wie wäre es mit einer Schlagzeile die ins Auge springt? Oder ein passendes Zitat?
Viele Blogger machen den Fehler und schenken dem Part ihres Beitrags zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei ist hier der Zeitpunkt gekommen, die Neugierde des Lesers zu wecken und ihm eine Vorstellung zu geben, was ihn in den nächsten Minuten erwartet.

Zwischenüberschriften als Orientierungshilfe

Das World Wide Web ist voll mit interessanten Content. Die erste Frage die wir uns daher stellen, wenn wir auf einen Blogartikel stoßen ist, ob er es wirklich wert ist. Achten sie auf ihr eigenes Leseverhalten. Meist scannen wir den Artikel zunächst, bevor wir weiterlesen. Lange Textwüsten wirken schnell abschreckend und ermüdend. Unterbrechen sie ihren Hauptteil mit reichlich Zwischenüberschriften. Auch Bullet Points und fett markierte Begriffe sind beliebte Werkzeuge, um ihren Artikel zu gliedern und das Scannen des Textes zu erleichtern. Eine klare und übersichtliche Gliederung dank Zwischenüberschriften ermöglichen uns, einen schnellen Überblick über den Inhalt zu bekommen und die Kernaussage zu erfassen.

Visuelle Elemente zur Auflockerung

Sie haben ihren Blogartikel fertig geschrieben und er sieht irgendwie langweilig aus? Mit Bildern, Infografiken oder Videos wird nicht nur die Qualität des Inhalts aufgewertet, sie sorgen gleichzeitig für reichlich Abwechslung beim Lesen.
Visuelle Elemente sind wichtig, da Inhalte so besser und schneller aufgenommen und verarbeitet werden können. Natürlich sollten diese unbedingt zum Thema des Textes passen und ihn untermalen. Außerdem wecken anschauliche Beiträge nicht nur beim Leser ihres Blogs das Interesse, auch in sozialen Netzwerken werden sie häufiger geteilt. Grund genug, oder?
Anbei haben wir für sie die einzelnen Bausteine des Blogartikels nochmals veranschaulicht.

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Den richtigen Abschluss finden

Neben einer guten Einleitung ist auch ein Fazit wichtig, in der die Kernaussage des Beitrages noch einmal zusammengefasst wird. Beenden sie ihren Post mit einer Frage oder Aufforderung, die die Konversation im Kommentarbereich einleitet. Fragen sie nach Meinungen oder weisen sie auf passende Blogartikel hin. Das dient als Handlungsaufforderung und kann mehr Traffic auf ihren Blog generieren.

Zusammenfassung

Um den Leser anzulocken und zu behalten, braucht der Blogartikel eine gute Struktur. Er muss klar gegliedert und anschaulich gestaltet sein.
Das Grundgerüst: Einleitung – Hauptteil – Schluss sollten sie auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Beim Aufbau des Hauptteils jedoch haben wir wie oben beschrieben viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.
Nicht zu vergessen: Interessante Themen und guter Inhalt sind natürlich ein Muss für ihren Erfolg.
Können sie Strukturen erkennen, die für sie einen besonderen Reiz zum Weiterlesen haben? Nun toben sie sich aus und verleihen sie ihrem Beitrag die optische Würze.

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